Von Dipl. Chem. Dr. Christian Steidl

Unser Klima wird bekanntlich durch verschiedene Sonnenzyklen, die Häufigkeit von Sonnenflecken, Ozeanzyklen und Wetterphänomene wie „El Nino“ beeinflusst. Der Bayerische Rundfunk verbreitet in der Sendereihe „Planet B“ das Narrativ vom „menschengemachten Klimawandel“, der diese natürlichen Effekte überlagern würde. Um unsere Schuldgefühle wach zu halten, publizierte der BR am 11. März diesen Jahres den Videoclip mit dem Titel „Klimawandel: Welche Rolle spielt unser CO2-Ausstoß wirklich?“ auf dem Planet B YouTube-Kanal.

Darin präsentiert der BR drei angebliche „Fakten“, die beweisen sollen, dass der Mensch am aktuellen Klimawandel schuld sein soll. Doch was ergibt ein Faktencheck? Löst das CO2 eine globale Erwärmung aus, oder ist dieses Narrativ Teil einer globalen Verblödung, wie Otto Hahn in seinem Buch Fakten, nichts als Fakten meint.

Klimawandel war früher gravierender und schneller

Das erste Narrativ des BR lautet: „Das Klima hat sich, seit es den Menschen gibt, noch nie so schnell verändert wie jetzt.“ Das sagen die BR-Journalisten Harald Lesch und Ilka Knigge heute. 2001 verwies Harald Lesch noch darauf, dass es vor vielen Millionen Jahren vorkam, dass sich das Klima innerhalb von 10 Jahren um 14 °C veränderte. Allerdings gab es damals den Homo sapiens noch nicht. Doch selbst wenn man die letzten 11 Jahrtausende – also die Zeit seit dem Ende der letzten Kaltzeit – betrachtet, so sieht man, dass die Erwärmung früher größere Sprünge machte als die 1,2 °C, die sich die Erde nach der offiziellen Statistik von 1850 bis heute erwärmt hat. 

Als Kronzeugen dafür, dass sich das Klima vor dem Auftreten des Menschen nur alle 100 Millionen Jahre mal verändert habe, benannte der BR Michael Mann. Der stellte 1998 aber nur die These auf, die Durchschnittstemperatur sei innerhalb der letzten 600 Jahre fast 500 Jahre nahezu konstant geblieben und dann erst mit der Industrialisierung sprunghaft angestiegen. Später wurde der Zeitraum auf 1000 Jahre erweitert. Man nennt dies die „Hockeyschläger-Kurve“. Doch obwohl er nur diesen kurzen Zeitraum betrachtete, konnte er vor Gericht keine Daten vorlegen, die ihn vom Vorwurf der Lüge hätten freisprechen können. Daher verlor Michael Mann 2019 einen Prozess gegen seinen wissenschaftlichen Konkurrenten Tim Ball. Holger Douglas analysierte den Prozess im Portal „Tichys Einblick“ ausführlich. Dr. Tim Ball hat seinem Buch „Human Caused Global Warming“ den Untertitel „The Biggest Deception in History“ gegeben: Das Narrativ von der „menschengemachten globalen Erwärmung“ bezeichnet er als die „größte Täuschung der Geschichte“. Die FAZ wies bereits 2007 darauf hin, dass die „Hockeyschläger“-Temperaturkurve keine reale Datenbasis zu haben scheint.

Mehr CO2 in der Luft führt nicht zu einer Erwärmung

Das zweite Narrativ des BR lautet: „Die Messungen vom CO2 in der Atmosphäre und der Temperatur auf der Erde passen zusammen.“ Dieser Zusammenhang bestehe zwischen 1850 und heute. Das ist eine sehr grobe Betrachtungsweise: Genau parallel verlaufen die Kurven nur zwischen 1973 und 1998. Davor in den 60 Jahren sank die Durchschnittstemperatur, so dass viele Medien in den 60er Jahre vor einer nahenden Eiszeit warnten, wovon die WELT 2009 berichtete. Und seit der Jahrtausendwende flacht die Temperaturkurve ab. Zwischen dem CO2-Gehalt in der Luft und den Temperaturveränderungen konnte bisher genauso wenig ein Zusammenhang wissenschaftlich nachgewiesen werden, wie zwischen dem Rückgang der Storchenpopulationen und dem Geburtenrückgang in den 70er und 80er Jahren. Daher sehen manche die CO2-Theorie nicht als Wissenschaft, sondern als „Klimareligion“.

In der Erdgeschichte gab es Eiszeiten und Warmzeiten, wobei Temperaturanstiege nicht durch vorangegangene CO2-Erhöhungen hervorgerufen wurden. So gab es beispielsweise im Paläozoikum (genauer gesagt im Ordovizium vor rund 450 Millionen Jahren) eine Eiszeit bei einer Kohlendioxidkonzentration von 4400 ppm – also 11 mal so hoch wie heute. Ein „Kipp-Punkt“ wurde dabei noch nie überschritten. Dass Eiszeiten nicht durch eine Absenkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre ausgelöst wurden, wies der Marburger Mineralogie-Professor Emanuel Kayser bereits 1913 nach. 

CO2 stammt auch aus dem Meer und von Vulkanen

Das dritte Narrativ des BR besagt: „Das CO2 kann nirgendwo anders herkommen als von menschlichen Aktivitäten.“ Die C14-Methode wird als Beweis dafür ins Feld geführt. Da die Sonne das Klima bestimmt und die CO2,-Klimatheorie ein Fehlalarm ist, ist es zwar völlig egal, woher das CO2 kommt, aber auch hier liegt der BR falsch. Neben dem CO2 aus den Verbrennungsprozessen ist auch jenes CO2 sehr alt und besitzt kein radioaktives C14 mehr, das aus tiefen Wasserschichten der Weltmeere durch Meeresströmungen nach oben kommt und in die Atmosphäre entgast. Gleiches gilt für das Kohlendioxid, das Vulkane ausstoßen, wenn Magma auf uralte Kalksteinvorkommen trifft und diese zersetzt. Selbst 2020 – mit weltweiten Lockdowns und nahezu komplett eingestelltem Flugverkehr – stieg der CO2-Gehalt der Luft linear weiter an. Der Mensch kann das Klima nicht retten – muss er auch nicht. Und wieder fragt man sich, welche disruptiven gesellschaftlichen Veränderungen mit Hilfe der Klimahysterie durchgesetzt werden sollen.